FAQ Aussenanlage
Fragen der Stimmberechtigten
Fragen der Stimmberechtigten werden während der gesetzlichen Aktenauflage beantwortet und auf der Website unter Schulgemeindeversammlung > FAQ Aussenanlage aufgeschaltet. Fragen können bis am Dienstag, 7. Dezember 2021 per Mail eingereicht werden.
Weshalb ein Obstgarten auf dem Schulareal?
Auf dem Schulareal mitten im Grünen bzw. der Landwirtschaftsumgebung hat das Grün über die letzten 154 Jahre stetig abgenommen. Inzwischen sind Nachhaltigkeit und Biodiversität wichtige Anliegen unserer Primarschule geworden. Die neuen Bäume bringen mehr Abkühlung auf dem Schulareal und insbesondere ein Bereich mit Obstbäumen ermöglicht spannenden Anschauungsunterricht mit einheimischen Pflanzen und dem saisonalen Wandel.
Wird ein Aussenklassenzimmer oder der Lernpfad wirklich genutzt oder ist das nice to have?
Ja, das sind Herzenswünsche der Schülerinnen, Schüler und Mitarbeitenden. In der letzten Biodiversitätswoche im Frühjahr 2021 haben mehrere Klassen bereits Behausungen für Igel und andere Kleintiere geschaffen, beispielsweise mit Holz- und Steinhaufen oder Wildbienenhotels. Diese und weitere Elemente in den kommenden Jahren befinden sich entlang des geplanten Lernpfads und sind Inhalte des Unterrichtsbereichs Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG). Dasselbe gilt für Aussenklassenzimmer inmitten des neuen Obstgartens. Lernen vor Ort und an der frischen Luft ist eine Bereicherung für die Kinder und sinnvolle Abwechslung. Vor allem im Sommer, wenn es in vielen Klassenzimmern zu heiss wird, werden sich die Klassen um diese Ausweichmöglichkeit in der Natur und nur wenige Schritte vom Schulhaus entfernt sehr freuen.
Provozieren die neuen Aussenraumelemente wie Obstgarten etc. nicht mehr Vandalismus?
Es ist nicht davon auszugehen, dass die neuen Aussenraumelemente mehr Vandalismus oder Littering verursachen. Alleine die Lage ausserhalb der beiden Dörfer Dänikon und Hüttikon „lädt ein“ für Littering und Vandalismus. Dies war immer wieder ein Thema. Darauf hat die Schulpflege reagiert und mit einer neuen Nutzungsordnung, welche demnächst ausgeschildert wird, kann den wenigen Missetätern besser begegnet werden. Der Ansatz mit Bautagen mit Familien und der Einbezug der aktuellen Schülergenerationen schafft ebenfalls eine Basis für mehr Respekt gegenüber den Elementen des Aussenraums.
Warum fehlt ein 80m-Sprintbahn? Das wäre wünschenswert…
Dies ist ein Element, das wegen der hohen Kosten im sechststelligen Bereich von der Baukommission im Bereich nice to have verortet wird. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis stimmt nicht: Eine Sprintbahn würde an unserer Schule nur von der Mittelstufe an wenigen Tagen im Jahr genutzt. Dennoch würde aber über die nächsten 20 Jahre neben der Investition trotzdem ein entsprechender Unterhalt anfallen.
Gibt es einen sicheren Sandplatz für Weitsprung?
Das nehmen wir gerne als Anregung auf und werden es in der Detailplanung anfangs des nächsten Jahres prüfen.
Wie wird der heutige Parkplatz in Zukunft vor Autoverkehr „geschützt“?
Die neue Erschliessung mit der Parkplatzlösung auf der Ostseite der Schulanlage wurde bereits mit den kantonalen Stellen besprochen. Diese stehen dem Vorhaben positiv gegenüber und fordern analog zur Vorstellung von Baukommission und Schulpflege eine Absperrung der heutigen Zufahrt bzw. auch auf dem verbreiterten Hauptzugang. Lösungen werden noch evaluiert. Es können abschliessbare Poller oder ähnliches zum Einsatz kommen. Wichtig ist uns die Wirksamkeit und ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis.
Wäre ein Standorttausch der Restparkplätze mit Velo/Kickboard sinnvoller?
Das nehmen wir gerne als Anregung auf und werden es in der Detailplanung anfangs des nächsten Jahres prüfen.
Warum gibt es zwei Spielbereiche mit Kletterelementen
Es sind in der Grobplanung zwei Bereiche vorgesehen: einmal zentral auf dem heutigen Pausenplatz vor allem für die Nutzung in den Pausen vom Kindergarten bis zur 6. Klasse; der zweite Spielbereich liegt bei der Schulischen Tagesbetreuung, damit die zahlreichen Kinder in der Mittags- und Nachmittagsbetreuung pflichtgemäss auch beaufsichtigt werden können. Aufgrund der hohen Schülerzahl ergibt sich generell eine bessere Verteilung der Kinder, was auch in der Freizeit gilt.
Grüne Wand für Lärmschutz zur Hauptstrasse? Wie ist das angedacht?
Die Idee ist, dass es nicht einen Betonriegel gibt, sondern eine zweckdienliche Installation, welche begrünt wird, natürlich und freundlich wirkt.
Das sich global die Werkstoffe verteuern, haben wir Reserven im Budget?
Ja, wir haben entsprechende Reserven im Budget. Die mehrheitlich naturnahe Gestaltung mit lokalen Materialien birgt wenig Risiken. Beim kleineren Volumen an technischen Materialien müssen auch wir die Marktpreise akzeptieren. Bereits bei der bisherigen Grobplanung galt die Devise, dass die Nutzung für die Kinder im Vordergrund steht und nicht die High End-Lösung.
Wird die Beleuchtung der Fusswege endlich verbessert?
Ja, die Beleuchtung der Fusswege im Zusammenhang mit der Abendnutzung der Schulanlage wird mit diesem Projekt optimiert. Wir wissen um den Ärger, welchen die unbefriedigende heutige Situation schon wiederholt ausgelöst hat.
Was geschieht bei einer Ablehnung oder Rückweisung des Kreditantrags für die Sanierung und Erweiterung der Aussenanlage Schulhaus Rotflue?
Bei einer Ablehnung gilt es ebenfalls zuerst die Rechtsmittelfristen abzuwarten. Nach dem Eintritt der Rechtskraft wird sich die Baukommission mit der Umsetzung der behördlichen Auflagen im Bereich Frischwasser- und Kanalisationsleitungen befassen. Diese Arbeiten müssen als gebundene Ausgaben über CHF 122'000.00 im Jahr 2022 realisiert werden. Bei einer allfälligen Rückweisung müsste der Schulpflege ein ausformulierter Auftrag mitgegeben werden. In der Folge müsste die Schulpflege entscheiden, ob der Auftrag berücksichtigt werden könnte bzw. inwieweit der vorliegende Antrag für eine neuerliche Vorlage zuhanden der Schulgemeindeversammlung angepasst werden müsste. Ein Teil der erwähnten gebundenen Ausgaben müsste trotzdem im Jahr 2022 realisiert werden, weil der mehrfache Aufschub endet.